St. Hedwig-Stiftung - Altenheim / Pflegeheim in Vechta, Goldenstedt und Visbek

Leistungen

Innerhalb unserer Einrichtungen, ermöglichen wir mit Hilfe verschiedenster Angebote, dass alte, pflegebedürftige Menschen ebenso wie chronisch Kranke oder schwerstbehinderte Menschen rund um die Uhr betreut und versorgt werden. Die Art und Inhalt der Angebote und Leistungen richten sich dabei nach dem Landesrahmenvertrag gemäß § 75 SGB XI und den Leistungen der Pflegeversicherung nach dem SGB XI.

In Bezug darauf wird eine umfassende pflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung sowie Betreuung gewährleistet. Ebenso streben wir an einen möglichst strukturierten Tagesablauf einzuhalten, der dem häuslichen Alltag soweit wie möglich nahe kommt.

Die Leistungen umfassen dabei:

Unser Wohnkonzept: Die Hausgemeinschaften

Unsere bauliche Konzeption der verschiedenen Einrichtungen ermöglicht das Leben, Wohnen und Pflegen im Hausgemeinschaftsprinzip. Durch die Organisation in kleinere, familienähnliche Wohngemeinschaften entsteht ein Gemeinschaftsgefühl, während gleichzeitig die Privatsphäre bestehen bleibt. Besonders demenzerkrankte Menschen haben dabei die Chance noch lange ein Wohnen in Geborgenheit und Vertrautheit zu erleben.
Wohlwissend, dass es keinen rechtlichen oder gesetzlichen Anspruch auf ein eigenes Zimmer gibt und Doppelzimmer zulässig sind, ist das Vorhalten von Einzelzimmern mit Bad und WC in allen unseren vier Pflegeeinrichtungen für uns Standard geworden. So gewähren diese eine geschützte Privat- und Intimsphäre. Allerdings bestehen derzeit im Haus St. Franziskus in Goldenstedt noch einige Doppelzimmer, im geplanten Neubau sind ausschließlich Einzelzimmer vorgesehen.

Die Zimmereinrichtung kann individuell vom Bewohner gestaltet werden. Als Grundausstattung verfügen alle Räume über ein Grundmobiliar, das auf die Pflege zugeschnitten ist. So werden ein paar Lieblingsstücke in das neue Zuhause mitgebracht, ein pflegegerechtes Bett inklusive Nachttisch sowie ein Kleiderschrank sind bereits vorhanden.

Selbstverständlich lässt sich in allen Zimmern Telefon und Internet nutzen. Für einen gemütlichen Fernsehabend steht überall, ob in den Gemeinschaftsräumlichkeiten oder den Bewohnerzimmern ein Kabelanschluss zur Verfügung. Sämtliche Zimmer sind selbstverständlich mit einem Notrufsystem ausgestattet.

Architektonisch sind die Bewohnerzimmer um einen gemeinsamen Wohnbereich und eine offene Wohnküche angelegt. Durch die Betreuung unserer Bewohner (Pflegegrade 2 bis 5) in überschaubaren räumlichen Gegebenheiten und die ebenso überschaubare Anzahl an Bewohnern, Mitarbeitern und Angehörigen je Wohngruppe bieten wir den pflegebedürftigen Menschen eine erfassbare Umgebung, die Geborgenheit vermittelt. Dabei bildet der große Wohnraum mit der Wohnküche den Mittelpunkt der einzelnen Hausgemeinschaften. Hier werden die Mahlzeiten eingenommen und Angebote zur Beschäftigung durchgeführt. Diese Möglichkeiten zur Teilnahme und Geselligkeit enthalten Aktivitäten die sich an der Tagesstruktur und dem gewohnten Alltag orientieren. Oder die Bewohner verfolgen ganz einfach mit, wie sich das Leben in der Wohnküche abspielt. Dabei ist es den Bewohnern jederzeit möglich, sich in ihr eigenes Zimmer zurückzuziehen.

Im Rahmen des Konzeptes der Hausgemeinschaften fördern wir die Einbindung der Angehörigen und weiteren Bezugspersonen unserer Bewohner in den Tagesablauf der jeweiligen Wohngruppen.

Die Ausübung religiösen Lebens ist für uns selbstverständlich und die Grundlage unserer Tätigkeit. Eine Kapelle ist dafür unverzichtbar. Diese entspricht auch der Bedürfnislage der überwiegend christlich geprägten Bevölkerung in unserem Raum.

Wir unterliegen mit unserem Wohn- und Pflegekonzept der Hausgemeinschaften den gesetzlichen Vorgaben stationärer Pflegeeinrichtungen nach dem SGB XI.

Pflege

Die Einrichtungen der St. Hedwig-Stiftung pflegen und begleiten den alten Menschen nach dem Model der ganzheitlich fördernden Prozesspflege. Damit steht der pflegebedürftige alte Mensch, orientiert an seine Lebensaktivitäten und existentiellen Erfahrungen, im Mittelpunkt des Handelns. Es gilt vorhandene Fähigkeiten und Ressourcen mit einer biographischen Orientierung in die aktuellen Lebensbezüge geplant einzubringen und auf Wunsch des Menschen umzusetzen.

Die Pflege und Begleitung wird im modifizierten Bezugspflegesystem entsprechend der Wohnbereiche von der Pflegefachkraft organisiert. Dadurch wird eine Verantwortungszuschreibung geregelt und eine direkte Ansprechperson für den Bewohner und Angehörigen benannt.

Mit der EDV- unterstützten Aufnahmeanamnese wird bereits am ersten Tag der pflegerische Zustand beschrieben und damit automatisch Grundlage der zu beginnenden Maßnahmen-Prozess-Planung. Der Biographiebogen wird von den Bewohnern, den Angehörigen und/oder der Bezugspflegkraft ausgefüllt und erweitert die Grundlage zum individuellen Pflegeplan. Die biographischen Daten werden fortlaufend ergänzt.

Zum pflegerischen Gesamtbild werden medizinische und pflegerische Diagnosen festgehalten wie auch die verordnete Behandlungspflege und Medikation. Ebenso werden über die Risikoerhebung Fähigkeiten und Möglichkeiten des Bewohners ermittelt und fortschreibend festgehalten.

Eine regelmäßige Überprüfung der Pflegeplanung durch die Bezugspflegekraft gewährleistet, dass immer die aktuelle Situation des Bewohners berücksichtigt wird. Die Nachhaltigkeit des Pflegeprozesses wird mit Pflegevisiten überprüft.

Pflege von Demenzerkrankten

Eine große soziale Herausforderung der kommenden Jahre wird die Pflege und Betreuung von altersbedingt demenzerkrankten Menschen sein. Dieser Gruppe gehören bis zu sechzig Prozent der schwerstpflegebedürftigen Menschen unserer Einrichtungen an. Diese Menschen benötigen über die normale pflegerische Betreuung hinaus eine besondere Begleitung, weil sie durch die fortschreitende Erkrankung einen Steuerungsverlust erleben, der mit großen Einschränkungen bis hin zum völligen Zusammenbruch ihrer individuellen und sozialen Umwelt einhergeht.

Aus unserer Haltung heraus geht es im Leben mit demenzerkrankten Menschen um Achtsamkeit im Augenblick und Vertrautheit. Daher orientieren wir uns bei dem Wohnkonzept weg von großen unübersichtlichen Stationen hin zu kleinen übersichtlichen geschützten Wohngruppen, in denen an lebenslang erworbene Erfahrungen der Betroffenen durch eine Milieu- und Alltagsgestaltung angeknüpft wird. In allen unseren Einrichtungen haben wir solch geschützte Wohnbereiche integriert.

Ziel unseres Pflege- und Betreuungskonzeptes ist es, die Lebensqualität zu erhalten oder sogar zu verbessern, um die Würde, Freiheit und Identität der erkrankten Person zu gewährleisten. Das bedeutet einerseits, dort Hilfestellung zu leisten, wo der Bewohner sie benötigt und andererseits, dass der Heimbewohner seine Fähigkeiten entsprechend in die Gemeinschaft einbringen kann.

Mit den Erlebnisgärten der verschiedenen Einrichtungen wird nicht nur die gesicherte Aufenthaltsmöglichkeit an der frischen Luft gewährleistet, sondern auch ein vielfältiges Angebot für die Sinne des Menschen eröffnet. Besonders für Demenzerkrankte wird ein Reizangebot ermöglicht, das Wahrnehmungs- und Empfindungsstörungen berücksichtigt und über verschiedenste Impulse verschüttete Erinnerungen, Gefühle und Empfindungen weckt und erlebbar macht.

Sozialer Dienst und Alltagsbegleitung

Soweit wie möglich gestalten die Bewohner ihren Tagesablauf selbst und erhalten jederzeit Hilfestellung, sobald es nötig ist. Dabei steht der Mensch mit seinen persönlichen Bedürfnisse und seinem sozialen Umfeld stets im Mittelpunkt unseres Handelns. Wir fühlen uns mitverantwortlich, die Lebensqualität der Bewohner zu fördern. Daher gestalten wir mit den Bewohnern einen Lebensraum, der es ihnen ermöglicht ein möglichst selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Für die inhaltliche Koordination der Betreuungsangebote ist in unseren Einrichtungen der Soziale Dienst in Abstimmung mit der Pflegedienstleitung zuständig. Die Alltagsbegleitungen verstärken personell diesen Dienst und übernehmen überwiegend die durch § 43 b SGB XI geregelten Betreuungsaufgaben.

Dabei finden an sieben Tagen in der Woche Betreuungsangebote statt. Je nach Struktur des Hauses und der Art der Angebote kann die Betreuung in eigens dafür vorgesehenen Räumlichkeiten, in den Bewohnerzimmern oder den Aufenthaltsbereichen der einzelnen Wohnbereiche erfolgen.

Für jeden Bewohner unserer Einrichtungen möchten wir die Möglichkeiten der religiösen Lebensäußerung schaffen. So finden regelmäßig Gottesdienste beider christlicher Konfessionen statt. Darüber hinaus werden die Bewohner je nach Wunsch und Konfession von den jeweiligen Kirchenvertretern vor Ort besucht.

Jahreszeitliche Termine / Feiern:

Wir orientierten uns bei der Gestaltung der Wochenangebote an der jeweiligen Jahreszeit mit ihren Festen sowie an regionalen Terminen. So feiern wir im Jahresverlauf religiöse Feste wie den Besuch der Sternsinger, Ostern, Maiandacht, Fronleichnamsprozession, Pfingsten, Ernte Dank, Patronatsfeste, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten und Silvester. Darüber hinaus bieten wir unseren Bewohnern durch regelmäßige evangelische und katholische Gottesdienste die Möglichkeit ihren Glauben zu leben.

Ebenso feiern wir regionale Termine wie Weiberfastnacht, Karneval, Schützenfest und besuchen den Stoppelmarkt und vieles mehr. Auch organisieren wir Feste wie Grillabend, Weinfest, "Prüttessen" und gestalten Ausflüge in die Umgebung. Selbstverständlich ermöglichen wir auch die Teilnahme an den Veranstaltungen der örtlichen Seniorengemeinschaften.

Durch jahreszeitlich angepasste wiederkehrende Angebote, wie z. B. Neujahrshörnchen und Osterlämmer backen, Spargelessen, Kartoffelsalat und Obstsalate zubereiten, Pfannkuchen backen etc., bieten wir unseren Bewohnern auch die Möglichkeit zu hauswirtschaftlichen Aktivitäten. Ebenso veranstalten wir sog. Themenwochen wie z. B. Erdbeerwoche, Apfelwoche etc. 

Wir bieten den Bewohnern 1-2x jährlich einen Modeverkauf in unseren Häusern durch die Firmen Mode Mobil bzw. Urban an.

Ende eines jeden Monats feiern wir mit den Geburtstagsjubilaren des Monats diesen Festtag bei Kaffee und Kuchen.
Darüber hinaus pflegen wir den Kontakt zu örtlichen Gruppen und Vereinen, die unsere Einrichtungen regelmäßig besuchen. Hierzu zählen z. B. Besuche der Kinder der örtlichen Kindergärten wie auch musikalische Beiträge der örtlichen Chöre und Musikgruppen.

Wir bieten unseren Bewohnern regelmäßig unterschiedlichste Alltagsaktivitäten und Beschäftigungsmöglichkeiten an: Beispielhafter Wochenplan Haus Teresa

Wochentag Vormittag Nachmittag
Sonntag Einzelbetreuung,
11.00 Uhr Übertragung der heiligen Messe Dominikanerkirche Füchtel
 
Montag Vorlesen aus der
Tageszeitung
Gesellschaftsspiele
und Rummikub-Runde
Dienstag Gemeinsames Kegeln,
Ev. Gottesdienst
Kath. Gottesdienst,
Besuche am Krankenbett
Mittwoch Gedächtnistraining,
Rosenkranz beten in der Hauskapelle
Spaziergänge
Donnerstag Bunte Stunde mit Bewegung und Geselligkeit Bingo-Runde
Freitag Bewegungs-Runde: Sitzgymnastik Gemeinsames Singen
Samstag Einzel-Betreuung von Bewohnern die, das Zimmer nicht mehr verlassen können  
Speise- und Getränkeversorgung

Essen und Trinken haben einen zentralen Stellenwert für Gesundheit und Wohlbefinden eines Menschen. Die täglichen Mahlzeiten sind ein wichtiger Bestandteil im Tagesablauf der Bewohner. Unser Verpflegungskonzept beinhaltet die individuelle, altersgerechte, abwechslungsreiche, vielseitige und umfassende Versorgung mit Speisen und Getränken.

In der Zentralküche der St. Hedwig-Stiftung in Vechta an der Landwehrstraße wird das Essen für die Bewohner täglich frisch und nährstoffschonend zubereitet. Um eine bestmögliche Bedarfsdeckung mit Speisen zum richtigen Zeitpunkt und am richtigen Ort gewährleisten zu können, arbeiten wir mit zentralen Speisenverteilsystemen.

Wir haben ein Verpflegungsangebot mit Wahlmöglichkeiten zu allen Mahlzeiten – beim Frühstück, Nachmittagskaffee und Abendessen durch Angebote am Tisch bzw. Mahlzeitenkarten mit Tablettsystem für Personen, die auf dem Zimmer speisen.

Bei der Mittagsmahlzeit steht eine Auswahl zwischen mindestens zwei Menüs, Vollkostgericht und Leichtkostgericht, zur Auswahl. Ebenso werden Diätetische- und Sonderkostformen angeboten. Es besteht eine Wahlfreiheit des Speiseortes – entweder in den Speiseräumen der Hausgemeinschaften oder in dem eigenen Zimmer.

Angehörige unserer Bewohner können nach Absprache mit dem Küchenpersonal oder dem Pflegepersonal gegen ein geringes Entgelt an unseren Mahlzeiten teilnehmen. Bewohnergeburtstage bis 20 Personen können im Hause gefeiert werden. Der Kuchen und die Getränke können über die Küche bestellt werden, Kaffee wird vom Haus angeboten.

Unser hoher Qualitätsanspruch wie auch die entsprechende Bewohnerorientierung wird durch Hygieneprüfungen, Bewohnerbefragungen, aktive Kritikbearbeitung und Befragung der Mitarbeiter ständig neu hinterfragt aber auch bestätigt.

Haustechnik und -reinigungsleistungen

Die Haustechnik dient der Qualitätssicherung. Sie ist verantwortlich für die Erhaltung der Gebäude, des Hausrats, der technischen Anlagen und der Außenanlagen. Unter anderem unterstützt der haustechnische Dienst den Ein- und Auszug der Bewohner und koordiniert die Wartung und Instandhaltung der Einrichtung und der sicherheitstechnischen und sonstigen Ausstattung. Ferner ist er für die Pflege und Gestaltung der Außenanlagen zuständig.

Die Hausreinigungsleistungen stehen im engen Zusammenhang mit der Hygiene in unseren Pflegeeinrichtungen. Auf Grundlage von standardisierten Arbeitsabläufen und in festgelegten zeitlichen Abständen erfolgt die Reinigung aller Räumlichkeiten und den dazugehörigen Verkehrsflächen. Die Reinigung erfolgt dabei entweder als Sicht-, Unterhalts-und/oder Grundreinigung durch hauseigenes Personal nach folgenden Intervallen:

  • Bewohnerzimmer: 5 x wöchentlich und bei Bedarf (2 x Unterhaltsreinigung; 3x Sichtreinigung)
  • Bewohnerbad: 5 x wöchentlich und bei Bedarf
  • Fensterreinigung: 2 x jährlich und bei Bedarf
  • Gardinen waschen: 1 x jährlich und bei Bedarf

Die erbrachten Leistungen wie auch die Einhaltung der hygienischen Vorschriften werden kontinuierlich kontrolliert und dokumentiert, um den rechtlichen wie auch den hauseigenen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden.

Wäscheversorgung

Eigene Kleidung bedeutet ein Stück persönlicher Identität. Für das Wohlbefinden der Bewohner spielt die Sauberkeit von Kleidung und Wäsche eine wesentliche Rolle. Ein gepflegtes Erscheinungsbild mit ebenso gepflegten Textilien bestärkt ein positives Lebensgefühl. Dies sicherzustellen ist Aufgabe der Wäscheversorgung. Dabei gehört die Bewohnerwäsche zu den persönlichen Gegenständen der Bewohner in unseren Einrichtungen.

Mit dem Einzug in unser Alten- und Pflegeheim ändert sich für die Bewohner die Wäscheversorgung. So kann gegebenenfalls aufgrund des Gesundheitszustandes täglich mehr Wäsche anfallen als zu Hause. Grundsätzlich entscheiden die Bewohner bzw. die Angehörigen, ob die Wäsche

  • in der hauseigenen Wäscherei den Pflegeanweisungen entsprechend gereinigt werden soll,
  • in einer Fremdwäscherei kostenpflichtig gereinigt werden soll,
  • oder ob die Wäsche selbst gereinigt wird.

Die hauseigene Wäscherei sorgt immer für saubere Wäsche ( Kennzeichnen, Waschen, Bügeln, kleine Reparaturen, usw.).